Unruhen bei Demonstration in Athen nach Bootsunglück in Griechenland

Die Überlebenden sollen bis Freitag in ein Flüchtlingslager in der Nähe von Athen gebracht werden. Nach Angaben der Küstenwache kommen die meisten Passagiere aus Syrien, Afghanistan und Pakistan. Die geborgenen Toten wurden am Donnerstag nach Athen gebracht, wo versucht wird, die Leichen unter anderem anhand von DNA-Proben zu identifizieren.

Unterdessen dauern die Ermittlungen zur Unfallursache an: Nach Angaben des Staatssenders ERT wurden in Kalamata acht Überlebende von der Hafenpolizei festgenommen und verhört. Sie gelten als mutmaßliche Schlepper und Organisatoren der tödlichen Reise, für die die Migranten nach eigenen Angaben zwischen 5.000 und 6.000 Euro pro Person bezahlt haben.

Bei einem Protestmarsch nach dem tödlichen Bootsunglück in Griechenland ist es am Freitagabend im Zentrum von Athen zu Unruhen gekommen. Nach Angaben griechischer Medien griff eine Gruppe von Demonstranten in der Nähe des griechischen Parlaments die Polizei mit Molotowcocktails an, woraufhin die Polizei mit Tränengas reagierte.

15.06.2023 | aktualisiert am 16.06.2023 – 04:54

„Wir werden nicht zu Zuschauern der ‚Normalität‘ der Tausenden Toten und Vermissten im Mittelmeer und in der Ägäis“, heißt es in dem Appell. „Wir fordern, dass die griechische Beteiligung an imperialistischen Interventionen und Kriegen hier und jetzt aufhört.“

Insgesamt könnten bei dem Unglück mehr als 500 Migranten ums Leben gekommen sein, nur 104 überlebten, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Die Küstenwache konnte bisher nur 78 Menschen retten. Gewissheit wird es nicht geben: Der Unfallort, rund 50 Seemeilen südwestlich der griechischen Halbinsel Peloponnes, liegt direkt über dem Calypso-Tief, mit über 5.000 Metern der tiefste Punkt im Mittelmeer.

Die griechische Küstenwache und auch vorbeifahrende Frachter hätten der Besatzung des Bootes wiederholt per Funk Hilfe angeboten, sagte ein Sprecher der Behörde. Die Besatzung lehnte das Angebot jedoch mit der Begründung ab, sie wolle Italien erreichen. Da sich das Boot in internationalen Gewässern befand, konnten die Beamten erst eingreifen, als der Kutter in der Nacht zum Mittwoch in Seenot geriet und kenterte. (mit dpa)

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Zu den Zusammenstößen kam es am Rande einer Versammlung, die als Reaktion auf den Bootsunfall einberufen wurde, bei dem am Mittwoch mehrere Menschen ums Leben kamen. Unter dem Motto „Mit Brutalität machen wir keine Kompromisse“ wurde der Protest von Gewerkschaften und Verbänden angemeldet.

Demonstranten verbrennen bei einem Protest gegen die Einwanderungspolitik der EU in Thessaloniki eine EU-Flagge.Giannis Papanikos/IMAGO

Einen Tag nach dem schlimmsten Bootsunfall dieses Jahres in Griechenland kam es bei einer Demonstration in Athen zu Zusammenstößen.

Medienberichten zufolge kam es an Bord zu Massenpanik, als die Motoren des alten Kutters ausfielen. Das überfüllte Schiff verlor daraufhin das Gleichgewicht, kenterte und sank sofort. Überlebende sagten, viele der Passagiere könnten nicht schwimmen und nur wenige trugen Schwimmwesten. Auch hätten die Menschen unter Deck nicht so schnell ins Freie entkommen können. Darunter seien viele Frauen und bis zu 100 Kinder, hieß es.

Auch in der Hafenstadt Thessaloniki kam es am Donnerstagabend zu Demonstrationen. Demonstranten verbrannten eine EU-Flagge. „Die EU tötet Menschen“, hieß es auf Transparenten, wie lokale Reporter berichteten. Zu den Protesten hatten die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) und mehrere linke Studenten- und Gewerkschaftsorganisationen sowie Parteien der außerparlamentarischen Linken aufgerufen.

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