Toter Fisch in Polen gefunden: Bundesumweltministerin Steffi Lemke alarmiert

Nach Angaben des Umweltministeriums in Warschau soll der in Polen eingesetzte Krisenstab ein schnelles Handeln ermöglichen. Ziel soll sein, die Entwicklung der giftigen Goldalge Prymnesium parvum zu stoppen. Experten gehen davon aus, dass hoher Salzgehalt, niedriges Wasser, hohe Temperaturen und Gift dieser Algenart die Hauptursachen für das Fischsterben im vergangenen Sommer waren.

„Bundesumweltministerin Steffi Lemke ist alarmiert über die Nachrichten zur Lage an der Oder in Polen“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums der dpa. „Von der deutsch-polnischen Grenze ist das Fischsterben noch weit entfernt, aber es besteht die Sorge vor einem ähnlichen Szenario wie im letzten Sommer.“ Polen wird aufgefordert, die Einleitungen in die Oder zu reduzieren.

Auch in Deutschland herrscht Unruhe nach dem wiederholten Fund toter Fische im Gewässersystem der Oder in Polen. Bei einer Umweltkatastrophe im August 2022 starben mehrere Hundert Tonnen Fisch.

In Deutschland macht sich Alarm breit, nachdem erneut tote Fische gefunden wurden. Polen spricht von einem Warnsignal.

Der 1939 eingeweihte Gleiwitzer Kanal ist 41 Kilometer lang und verbindet die oberschlesische Stadt Gleiwitz (Gliwice) mit der Oder. Der 4,5 km lange Kedzierzyn-Kanal zweigt vom Gliwice-Kanal ab und führt zum Stickstoffwerk in Kedzierzyn-Kozle.

Feuerwehrleute pumpen Sauerstoff in den Gleiwitzkanal, um Algenwachstum zu verhindern. Krzysztof Swiderski/PAP/dpa

„Drei tote Fische – das ist bereits ein wichtiges Warnsignal dafür, dass wir auf der Hut sein müssen und das Risiko einer Wiederholung der Situation vom letzten Jahr sehr hoch ist“, sagte Polens Umweltministerin Anna Moskwa am Mittwoch im polnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Wassertemperatur der Oder ist stark angestiegen. „Das ist der erste Faktor.“

Der Leiter des Nationalparks Unteres Odertal im Nordosten Brandenburgs, Dirk Treichel, sagte nach den Funden in den Kanälen auf polnischer Seite: „Wir sind äußerst besorgt.“ Bisher wurden im Nationalparkgebiet jedoch keine toten Fische gefunden.

Anfang der Woche wurden nach Angaben der Regionalverwaltung der Woiwodschaft Oppeln insgesamt 450 Kilogramm tote Fische im von der Oder abzweigenden Gliwice-Kanal und im Kedzierzyn-Kanal geborgen. Auch in Wasserproben beider Kanäle wurde die giftige Goldalge nachgewiesen. Die Goldalge war bereits im Mai und April in zwei Stauseen nahe der Oder aufgetaucht.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke spricht auf einer Pressekonferenz.Oliver Berg/dpa

Wie das Umweltministerium mitteilte, empfiehlt der Krisenstab, die Altarme der Oder vorübergehend abzuriegeln und natürliche Barrieren in Rückhaltebecken zu errichten, um die Entwicklung von Goldalgen zu stoppen. Die Einleitungen industrieller und häuslicher Abwässer in Abhängigkeit von den Wassermesswerten sind systematisch zu steuern. Zusätzlich empfiehlt sich eine Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff.

15.06.2023 | aktualisiert am 15.06.2023 – 05:50 Uhr

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