Annecy-Angreifer jetzt in psychiatrischer Klinik

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sechs Mordversuchen gegen den 31-jährigen Mann aus Syrien, der mit seiner Familie jahrelang in Schweden gelebt hatte und dort als Flüchtling anerkannt wurde, aber vergeblich versucht hatte, die Staatsbürgerschaft zu beantragen. Letztes Jahr ließ er sich scheiden und kam nach Frankreich.

Ermittler untersuchen den Tatort im ostfranzösischen Annecy. Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Der Mann äußerte sich bislang nicht zum Tathergang, sein Motiv ist noch unklar. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Ermittler bislang aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stand er zu diesem Zeitpunkt nicht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Für die sechs Verletzten besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Samstag keine Lebensgefahr mehr.

Der Messerangreifer aus Annecy, Frankreich, wurde aus dem Gefängnis in eine psychiatrische Klinik gebracht. Der 31-jährige Syrer liege mittlerweile auf einer Krankenstation in Bron bei Lyon, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend aus informierten Kreisen. Abdalmasih H. war zuvor in einer speziellen Suizidpräventionszelle im Aiton-Gefängnis festgehalten worden.

Am Donnerstag letzter Woche stach er auf einem Spielplatz in einem Park am Lake Annecy auf vier kleine Kinder und zwei Erwachsene ein.

Der Mann hat vermutlich wahllos auf kleine Kinder eingestochen. Nun wird er aus dem Gefängnis in eine psychiatrische Einrichtung verlegt. Sein Verbrechen gibt den Ermittlern weiterhin Rätsel auf.

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