Sudan erklärt deutschen UN-Sondergesandten Perthes für unerwünscht

Die sudanesische Regierung hat den deutschen UN-Sondergesandten Volker Perthes zur unerwünschten Person erklärt. „Die Regierung der Republik Sudan hat dem Generalsekretär der Vereinten Nationen mitgeteilt, dass sie Herrn Volker Perthes ab heute zur Persona non grata erklärt hat“, teilte das Außenministerium in Khartum am Donnerstag mit. Der Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan hatte den Sturz Perthes gefordert und ihn dafür verantwortlich gemacht, dass er Mitte April Kämpfe zwischen seiner Armee und der paramilitärischen RSF-Miliz begonnen hatte.

Militärmachthaber Al-Burhan macht den UN-Sondergesandten Volker Perthes für die anhaltenden Kämpfe verantwortlich. Mittlerweile gilt er im Sudan als Persona non grata.

In einem Brief an die UN warf Al-Burhan dem UN-Vertreter vor, die brisante Lage in Khartum in seinen Berichten vor Beginn der Kämpfe „verheimlicht“ zu haben. Ohne diese „Lügen“ hätte der Rebellenführer (Mohamed Hamdan) „Daglo seine Militäraktionen nicht gestartet“, argumentierte der Militärherrscher.

Jetzt zur Persona non grata im Sudan: Volker Perthes leitet die UN-Mission im LandAFP

@parfait_onanga الخاص للإيقاد.

Ù ÙŠ جلسة Ø¥Øاطة دبلوماسية استضا٠ها بعثة ال٠…ملكة المتØدة Ù ÙŠ إثيوبيا @UKinEthiopia. pic.twitter.com/84NzjUuKbE

Perthes war am Donnerstag zu einer Reihe diplomatischer Gespräche in Addis Abeba, Äthiopien, teilte die UN zuvor auf Twitter mit.

UN-Generalsekretär António Guterres drückte daraufhin sein „volles Vertrauen“ in seinen Gesandten aus. Anfang Juni verlängerte der UN-Sicherheitsrat das Mandat der von Perthes geleiteten UN-Mission im Sudan (Unitams), allerdings nur um sechs Monate. Zuvor war die im Juni 2020 ins Leben gerufene Mission stets um zwölf Monate verlängert worden.

للأمين العام للسودان @volkerperthesعدة اجتماعات اليوم ٠ي أدي س أبابا.

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